Zweistellig mit Monica Heinold?


Die Grünen trauen ihrer Spitzenkandidatin einiges zu


Sie hat alles, was eine Finanzministerin braucht: „Ich bin sparsam und Mathematik war schon immer meine Leidenschaft“, sagt Monika Heinold. Dazu beschreibt sie sich selbst als zielstrebig, gut organisiert und ideenreich. Und: Die 59-Jährige hat keine Scheu, den anderen Ministern Schleswig-Holsteins den Geldhahn abzudrehen. Seit 2012 verantwortet die zierliche Politikerin das Finanzressort und zieht nun bereits zum dritten Mal als Spitzenkandidatin der Grünen in den Landtags-Wahlkampf, holte stets ordentliche Ergebnisse. Ein gutes zweistelliges soll es am 7. Mai werden. Ziel ist eine Neuauflage der Koalition mit SPD und SSW.

Heinold ist eine von aktuell zwei amtierenden Landesministern der Grünen. Zwar beherrscht sie die Politshow nicht so gekonnt wie ihr Ministerkollege Robert Habeck, doch das schadet ihr nicht: 120 Stimmen bei nur zwei Enthaltungen und null Gegenstimmen – mit diesem Top-Ergebnis schickten die Grünen sie in den Wahlkampf.

 

Entspannen kann die Politikerin beim Radfahren und Segeln

 

Monika Heinold ist in Gütersloh geboren, in Hamburg und Schleswig-Holstein ist sie aufgewachsen. Die gelernte Erzieherin hat zwei erwachsene Söhne und lebt in Kiel. Sie selbst bezeichnet sich als Kopfmensch, da fällt Entspannen nicht leicht. Das gelingt ihr beim Radfahren und beim Segeln, ein Hobby, für das sie erst spät ihre Leidenschaft entdeckt hat. „An Bord, auf dem Wasser, da kann ich abschalten.“

Viel Zeit dafür wünscht sie sich nach der Wahl, wie uns die Grünen-Politikerin in der Speed-Fragerunde (siehe oben im Video) mit Reporterin Ricarda Thurow-Hartmann verraten hat.

Portrait über die Spitzenkandidatin der Grünen Monika Heinold

Im Wahlkampf grenzen sich die Nord-Grünen von der Bundespartei und ihrem Koalitionspartner SPD ab, eigenständig wollen sie sein. Im Fokus stehen die Themen Ökologie, Gerechtigkeit und Weltoffenheit. Für die Schulen streben die Grünen 100 Prozent Unterrichtsversorgung plus Bonus an sowie bei den Kitas eine bessere Qualität und ein breiteres Angebot.  Außerdem wolle man sich weiter für eine Agrarwende einsetzen, das Ende der industrialisierten Massentierhaltung einleiten und den Anteil des Öko-Landbaus von bisher fünf auf zehn Prozent steigern. Und: Keine Ölbohrungen im Watt mit den Grünen.

Überrascht hatte Monika Heinold mit der Aussage, nach der Wahl eine sogenannte Jamaika-Koalition nicht auszuschließen. Wegen der AfD müssten alle demokratischen Parteien bereit sein, zusammenzuarbeiten. „Deshalb schlagen wir keine Türen zu.“

 

Spitzenkandidatin Monica Heinold im Netz:

 

>> Wahlprogramm der Grünen in Schleswig-Holstein
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