Kim Friedrichs

Gut gelaunte Powerfrau

 

Kim Friedrichs ist ein echtes Kind von der Küste. Noch während ihres Studiums der Germanistik und Kulturwissenschaft an der Universität Bremen hat die 36-Jährige bei RTL Nord in Hamburg ein Volontariat begonnen und bereits während ihrer Ausbildung "RTL Nord" für Hamburg und Schleswig-Holstein moderiert. Seit 2005 ist sie als Regional-Reporterin für die rasanten Themen in Niedersachsen und Bremen zuständig. Ob Panzer fahren, Houserunning oder Rasenmäher-Rennen - Kim geht oft ans Limit. Aber auch ihre Einsätze am Herd sind berühmt-berüchtigt. Seit 2011 gibt es ein Kochbuch von Kim und ihrem Kollegen Elliott Usifo. Und auch national hat die engagierte Journalistin bereits Erfahrungen gesammelt. Bei den Frühmagazinen "Punkt 6" und "Punkt 9" hat sie anderthalb Jahre das Wetter moderiert.

Privat lässt Kim es ruhiger angehen. Action im Beruf, Entspannung im Privatleben. Freie Zeit verbringt sie am liebsten mit ihrer Familie und ihren Freunden.

Wann und Wie sind sie zu RTL Nord gekommen?

Während meines Studiums habe ich als Redakteurin und Reporterin für Print, Radio und Fernsehen gearbeitet. Bei RTL Nord bin ich letztendlich geblieben. Die vielfältige Arbeit und das tolle Team haben mich sofort überzeugt. Aus dem Studentenjob wurde schnell mein absoluter Traumberuf.

 

Als Reporter unterwegs oder moderieren im Studio. Was machen Sie lieber?

Beide Aufgaben sind auf ihre Art interessant und spannend. Als Regional-Reporterin bin ich für die Rubrik "Kim kommt rum" eher für die unterhaltsamen Themen zuständig und darf Dinge ausprobieren, von denen manche nur träumen. Aber ich muss zugeben, bei einigen Drehs habe ich Puls 300. Da ich wirklich unter Höhenangst leide, ist zum Beispiel Houserunning, also nur an einem Seil gesichert eine Hauswand herunterlaufen, eins der Themen, bei denen ich immer wieder denke: warum tust du das? Wenn ich es geschafft habe, weiß ich warum. Weil es toll ist, über seine eigenen Grenzen zu gehen.

Als Moderatorin hingegen ist es eine große Verantwortung, auch über die ernsten Themen aus unserer Region zu berichten. Und obwohl ich sehr gerne plaudere, ist es mir wichtig, eine gute Zuhörerin zu sein. Wir berichten über Geschichten, die sich unsere Zuschauer über den Gartenzaun erzählen, aber auch die nachrichtlichen Themen finden Platz in unserer Sendung.

 

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einen Abend verbringen? Und über was würden Sie reden?

Ganz klar: mit Elvis! Ich bin ein großer Fan und habe schon als kleines Mädchen im Kindergarten den King imitiert. Wir würden wohl den ganzen Abend singen. Ansonsten hätte ich gerne noch eine Privataudienz beim lieben Gott.

 

An welche Lieblingssituation bei RTL Nord erinnern Sie sich immer wieder gern?

Da gab es so viele... Besonders schön war als nach sehr viel Arbeit unser RTL Nord Kochbuch "Kim kocht rum/ Elliott im Einsatz" in den Buchläden stand. Gerade weil der Erlös an das RTL Nord-Projekt "Menschenskinder" geht, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, in ganz Norddeutschland Einrichtungen für sozial schwache Kinder zu unterstützen.

Sehr aufregend war der Kunstflug über Mariensiel. Bei dieser Aktion bin ich mental und körperlich an meine Grenzen gegangen. Der Verstand sagt einem zwar immer wieder: Du stürzt nicht ab, aber wenn der Pilot die Maschine kopfüber nach unten trudeln lässt, dann sagt der Bauch etwas ganz anderes. Und trotzdem war der turbulente Flug eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Außerdem liebe ich Dreharbeiten mit Kindern und Tieren, dabei erlebt man eigentlich immer die lustigsten Sachen. Ich habe beim Dreh mit einem Landtierarzt tatsächlich schon einmal bis zur Schulter in einer Kuh gesteckt. Für das arme Tier und mich beiderseits eine unvergessliche Erfahrung.

 

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie frei haben?

Ich liebe das Meer, ich bin direkt an der Nordsee groß geworden und ein bekennendes  Deichkind. Am Wasser kann ich am besten entspannen und ab und an brauche ich auch einfach mal eine frische Brise um die Nase. Am liebsten verbringe ich aber Zeit mit meiner Tochter, meinem Mann und unserem Hund. Ich brache privat keine großen Abenteuer, ein gemeinsamer Ausflug zum Beispiel in den Zoo Hannover oder ins "Universum" in Bremen sind genau das Richtige neben meinem zum Teil sehr rasanten Job. Außerdem koche ich sehr gerne für Familie und Freunde und bisher sind auch alle wieder gekommen.

 

Besondere Vorlieben, Hobbys, Leidenschaften?

Leider muss ich bekennen, ich habe kein Hobby. Manchmal fühle ich mich auch ein bisschen schlecht deswegen. Nun ja, aber Gartenarbeit als Hobby zu bezeichnen, wäre gnadenlos geschönt. Ich bleibe also lieber dabei: ich habe keins.

Ich singe allerdings leidenschaftlich und zum Leidwesen vieler unschuldiger Menschen unglaublich gerne Karaoke. Meine Tochter, mein Mann und unser Hund Emma müssen auf langen Autofahrten Unfassbares ertragen. Wenn ich auf ein Radio treffe, dann ist das zum Teil schmerzhaft... Darauf kann ich aber leider keine Rücksicht nehmen, manchmal muss es einfach raus.

 

 Als Reporter für das Fernsehen unterwegs, das ist für viele ein Traumberuf. Welche Tipps können Sie jungen Menschen geben, die dieses Berufsziel haben?

Den eigenen Weg gehen. Das Schöne und Schreckliche zugleich ist nämlich, das es zum Fernseh- Redakteur und -Moderator nicht den einen Weg gibt. Da muss man manchmal auch mutig sein und seinem eigenen Gefühl folgen. Ich habe damals tatsächlich auf Magister Germanistik und Kulturwissenschaft studiert, dabei haben mir viele zu einem klassischen BWL-oder Jura-Studium geraten.

Und ganz wichtig: meine gesamten Semesterferien habe ich als Praktikantin oder freie Mitarbeiterin in Redaktionen verbracht. Denn nur so erkennt man, ob man diesen Beruf wirklich liebt. Außerdem kann man so erste, wichtige Berufserfahrungen sammeln. Anschließend habe ich eine klassische journalistische Ausbildung, ein sogenanntes Volontariat, bei RTL Nord absolviert. Hier habe ich das Handwerk von der Pike auf gelernt. Auch vor der Kamera ist es für mein Verständnis unerlässlich, redaktionellen Background mitzubringen. Man soll und muss mit der Redaktion auf Augenhöhe diskutieren. Als Moderator ist man Teil der Sendung und hat die Inhalte mit zu verantworten.

Eine tolle Möglichkeit, um diesen Beruf zu erlernen,  ist zum Beispiel die RTL Journalistenschule in Köln. Dozenten wie Peter Kloeppel unterrichten dort ganz praxisnah. Und von einem Grimme-Preisträger zu lernen, ist eine großartige Möglichkeit.

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